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Sardinien

 
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Karte von Sardinien
 
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Nord Sardinien
Bonifacio-Strasse
 
Karte von
Süd-Sardinien
 
Ankerbuchten Sardinien

Sardinien

Zweitgrößte Insel im Mittelmeer.
Wer Sardinien mit dem Boot umrunden will, hat über 400 sm Strecke vor sich. Schutz und Versorgung findet der Wassersportler in 25-30 größeren Häfen und Marinas, ungezählt bleiben dabei die vielen kleineren Anlagen, die aber oftmals für seegehende Yachten kaum geignet sind.
Zu Sardinien zählt man eine Reihe kleinerer Inseln, die nur wenige Meilen vor der Küste liegen, sie sind zum Teil bewohnt, mit schönen und touristisch interessanten Orten und Häfen, zum Teil unbewohnt und auch zum Teil unter strengem Naturschutz stehend.
Wer plant, die Insel komplett zu umrunden, sollte dies gegen den Uhrzeigersinn tuen, da die Windverhältnisse in der Wassersportsaison oftmals von Nord- und Nordwest-Winden geprägt ist.

Der Norden

Der Norden und Nordosten Sardiniens sind eines der reizvollsten Segelreviere im westlichen Mittelmeer. Nur wenige Meilen entfernt von der Südspitze Korsikas eröffnet sich ein Revier reich an Inseln, Buchten und Häfen. Weit bekannt ist der Begriff "Costa Smeralda", der Smaragd-Küste mit ihrem Mittelpunkt Porto Cervo.
Nördlichster Hafen ist St.Teresa di Gallura, von hier besteht eine regelmäßige Fährverbindung nach Korsika - Bonifacio.
Generell ist dies kein einfaches Revier, da
1. die Abstände der Häfen doch relativ groß ist und es keine geschützten Buchten gibt
2. dies die "Strasse von Bonifacio" ist. Hier herrschen oft Wind- und Seeverhältnisse, die durch den Landmassen- und Düseneffekte der beiden großen Inseln Korsika und Sardinien verstärkt werden. Bei einer allgemeinen Westwindlage mit leichten Winden liegt hier die Stärke immer 2-3 Beaufort höher.
Die Nordküste vom Capo Testa bis zur Insel Asinara ist landschaftlich eher reizlos, hügeliges Hinterland ohne besondere Highlights.

Die Häfen der Nordküste - Isola Rossa, Porto Torres und Stintino sind eher langweilig und nur zum Übernachten zu empfehlen. Eine Ausnahme bildet Castelsardo - ein lohnendes Ziel. Dafür gibt es hier einige wunderschöne Sandstrände mit kristallklarem Wasser und feinstem Sand.


Castelsardo

Ein Höhepunkt bei einer Reise rund Sardinien, hoch oben auf dem gigantischen Felsen liegt eine ursprüngliche Stadt,

umgeben von wehrhaften Mauern - und ohne Autoverkehr - . Unzählige kleine Restaurants laden zum Verweilen ein.
Vom Burgberg hat man einen fantastischen Blick auf den Westeingang der Straße von Bonifacio bis hinüber nach Korsika.

Von Castelsardo bis zur Nordwest-Ecke Sardiniens, der Insel Asinara zieht sich die Küste flach und unspektakulär hin.
Asinara ist Naturschutzgebiet, wird aber von Ausflugsschiffen angefahren.
Zwischen Asinara und dem "Festland" können Yachten auf einer engen Durchfahrt passieren.

Der Westen

Bis zum Cap Caccia kurz vor der Bucht von Alghero bietet die Küste eine Abwechslung von flachem mit steilerem Verlauf.
Cap Caccia erhebt sich steil empor. An seinem Fuß befindet sich eine vielbesuchte Grotte - mit Ausflugsschiffen von Alghero erreichbar, oder zu Fuß über eine in den Fels geschlagene Treppe.

Alghero

die größte Stadt an der Westküste, lebendig, charmant und ein riesiger Yachthafen

Hier die Rundreise zu unterbrechen und das vielfältige Angebot zu nutzen, ist fast schon ein MUSS.
Unzählige Geschäfte in der Altstadt laden zum Bummeln und Schauen ein, wer will kann Korallenschmuck in allen Variationen erstehen.

Die Küste bis in den Süden

von Alghero nach Süden zieht sich das Land unendlich hin, kaum spektakulär, meist hügelig oder sehr flach, aber oft mit schönen meist leeren Sandstränden.
Flach ist es auch unter Wasser, was bei entsprechender Windrichtung aus West und Nordwest zu einem erheblichem Seegang entlang derKüste führen kann.
Für eine gemütliche Reise sehr störend sind die vielen Fischernetze mit ihren oft kaum sichtbaren Markierungsbojen.


Der Süden

Isola San Pietro und Isola San Antioca

sind die zwei größeren Inseln an der Südspitze Sardiniens. San Pietro ist nur über eine Fährverbindung zu erreichen, San Antioca verbindet ein Damm mit dem sardischen "Festland".
Wassersportlich ein traumhaftes Revier mit guten Ankermölichkeit in kristallklarem Wasser, guten Tauch- und Schnorchelecken.

Vorbei am Cap Teulade und dem Cap Spartivento geht es hinein in den Golf von Cagliari.

- WARNUNG -

Um das Cap Teulade herum befindet sich ein ausgedehntes militärisches Sperrgebiet. Dies umschließt auch die schönen Ankerbuchten Cala Piombo und Porto Zafferano. Grundsätzlich gilt hier das Befahrensverbot, wobei in den Sommermonaten dies gelockert wird und Ankern erlaubt sein kann. Das Anlanden ist verboten und auch wegen vieler herumliegender Munition auch nicht zu empfehlen.

Die Bucht von Cagliari

Nach Rundungdes Cap Sartivento öffnet sich der Golf von Cagliari, an dessen Nordende sich die gleichnamige Stadt - Hauptstadt Sardiniens befindet.
Entlang der Westseite des Golfes liegen oft viele große Frachter und Tanker auf Reede und warten hier auf Löschung ihrer Ladung.
Die Navigation muß hier sehr aufmerksam erfolgen, auch sind die Verkehrswege und Verkehrstrennungsgebiete der Großschifffahrt zu beachten, sonst bekommt man leicht einen "Anschi.." der Verkehrszentrale zu hören.

Nordost - Costa Smeralda

Die Nordost-Küste dürfte wohl die bekannteste und am meisten besuchte Ecke Sardinien sein.
Nirgendwo sonst um Sardinien trifft man soviele "Reiche und Schöne" und die, die sich dafür halten. Die Menge der Megayachten mit Mega-PS und Mega-Krach und Mega-Wellen ist hier im Sommer gigantisch.
Die Küste ist geprägt durch viele tiefe Einschnitte, vorgelagerten Inseln, höheren Bergen und durch unendliche viele Feriensiedlungen.
Hafen- und Steganlagen gibt es zu hunderten, nahezu jede halbwegs geeignete Bucht oder Halbinsel hat ihren Anlegesteg. Dies bedeutet aber nicht, dass alle Festmachemöglichkeiten auch für den Wassersport offenstehen oder für jede Bootsgröße geeignet sind. Nur die großen Häfen, wie St. Teresa (Longosardo), Porto Pollu, Palau, Maddalena, Cannigione, Porto Cervo etc. bieten den gewohnten bzw. erwarteten Komfort und Sicherheit. Die kleineren Anlagen bleiben meist den kleineren Motorbooten mit wenig Tiefgang vorbehalten. Oft sind diese Stege auch direkt einer Ferienanlage zugeordnet. Fährt man die Ostküste weiter nach Süden erreicht man bald die tiefe Bucht von Olbia. Hier ist mit regem Großschifffahrt-Verkehr zu rechnen, da Olbia einer der wichtigen Fährhäfen der Insel ist.






Südlich von Olbia bietet die Gegend um die Insel Tavolara noch einmal die Möglichkeit in sicheren Buchten zu ankern.
Südwärts des Capo Coda Cavallo hören die vorgelagerten Inseln auf und die Küsten zieht sich mit endlosen Sandstränden ab und zu unterbrochen von steil aufragenden Kaps dahin.

Versorgung und Sportboothäfen

An der Ostküste entlang liegen nur einige wenige gewachsene Ortschaften. Dies sind von Norden kommend Aranci, Olbia, La Caletta, Navarrese, Arbatax und dann erst wieder Cagliari. Alle anderen Häfen sind im Zusammenhang mit Ferien-Siedlungen entstanden, künstlich aus der Natur gestampft und umgeben mit Ferienbungalows, Hotels und natürlich privaten Anwesen. Entsprechend ist auch die Versorgungslage. Ein Supermarkt im Hafen oder im "Centro mercantile", das war es. Diese "Orte" sind lebhaft, voll und teuer - in der Saison von Juli bis Ende August, danach kann es passieren, dass der Supermarkt geschlossen ist, die Restaurants kein Essen mehr anbieten, die Duschen im Hafen abgestellt sind usw.
Gerade für das Gebiet im Nord-Osten gilt: Jede Versorgunsgmöglichkeit nutzen und für das Ankern in Buchten sich daher gut mit allem eindecken, was an Lebensmitteln, Wasser etc. benötigt wird.

Probleme und kritische Anmerkungen

Der zunehmende Tourismus mit seinen negativen Begleiterscheinungen hat auch vor diesem Revier nicht halt gemacht.
  • In der Wassersportsaison klettern die Preise in fast allen sardischen Häfen in astronomische Höhen, die in keinem Verhältniss zur angebotenen Leistung stehen.
  • Für das Maddalenen-Archipel und die dazugehörigen Inseln (Parco Nazionale dell'Arcipelago di la Maddalena) gelten komplexe Fahrt-, Anker- und Liegeregelungen. Es gibt nicht weniger als 9 verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Regelungen, vom totalen Befahrverbot bis zur kostenpflichtigen Ankerbucht. Hunderte von Ankerbuchten, meist Sand- und/oder Krautgrund. Buchten auf der "Festland"-Seite (=Sardinien) sind kostenfrei, Ankern auf den Inseln kostet i.a. ca. 2,50 Euro pro Meter Schiff und Nacht.
  • Durch die starke Frequentierung, vor allem durch Mega-Yachten ist die Wasserqualität im Sommer nicht mehr smaragd-farben, sondern milchig trüb. Ein Blick unter Wasser an den beliebtesten Ankerplätzen offenbart das Umweltbewustsein, hier sieht es oft aus wie auf einer Müllkippe.
  • Auffallend ist zudem die Rücksichtlosigkeit der Motoryacht-Fahrer, auch in engsten Fahrwassern und in den Buchten wird mit viel Speed und Schwell gefahren.

  • Kann man den "negativen Auswirkungen" entgehen, durch einen Besuch außerhalb der Saison sollte man dies unbedingt tun.

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